Facebook Aktienblase?

Blog Home

Kann Facebook die Gewinn-Erwartungen der Aktionäre erfüllen?

Wird der Börsengang von Facebook die Anleger enttäuschen?.

Facebook geht an die Börse! Endlich kann der Anleger am Erfolg dieses einzigartigen Social Media Wunders teilhaben! Eine Internetplattform im Wert von über 100 Milliarden Euro? Aktien für ein Online Treffpunkt zum Ausgabepreis von 38 Dollar? Wie viel Euphorie, Fantasie und Optimismus braucht ein Aktien Käufer für eine solche Spekulation. In meinen Augen hat Facebook den Zenit seines Daseins längst überschritten. Bei den drittgrößten Börsengang aller Zeiten haben nur jene Investoren gewonnen, die den Zeitpunkt nutzten, um sich von ihren Beteiligungen zu trennen. Die Statistik spricht für sich - 57 Prozent der verkauften Aktien stammen aus solchen Verkäufen. Facebook kann in meinen Augen unmöglich die Gewinn-Erwartungen der Aktionäre erfüllen. Bereits vor den Börsenstart warnten viele der Wall Street Experten die euphorischen Anleger. Facebook - Nur eine gigantische Aktienblase?

Facebook Börsengang - Die große Aktienblase wird platzen!

Gute Geldanlage oder ist FB nur eine riesige Aktienblase?

Wird die Facebook Aktienblase platzen? Wie kommen Analysten auf ein Unternehmenswert von über 100 Milliarden Dollar? 900 Millionen FB User als Basis für eine Unternehmens-Bewertung? Ein Facebook Nutzer ist über 100 Dollar wert? Wenn sich das Rating dieses Internet Unternehmens auf die Zahl der im Netzwerk angemeldeten Nutzer stützt, wäre es sinnvoll gewesen, sich zunächst von der Qualität dieser Zahlen zu überzeugen. Spricht die Deutsche Bank von Kundenzahlen, kann man davon ausgehen, dass es sich um quantitativ und qualitativ verifizierte Daten handelt. Was ist mit den 900 Millionen Facebook Nutzern? Wer als Webmaster ein Forum oder eine Dating Seite pflegt, kennt das eigentliche Problem. Diese Plattformen lassen sich einerseits grundsätzlich sehr schwer monetarisieren. Andererseits wissen die Betreiber, die virtuell angelegten Identitäten sind nicht zwangsläufig mit realen Person gleich zu stellen. Die tatsächlich aktiven Nutzer können auch nicht pauschal mit einer Kopfprämie als Konsumenten bewertet werden. Die vom Wanderprediger Mark Zuckerberg präsentierten Zahlen sind nicht wert, was euphorische Analysten und Investoren hinein projizieren.

Die Frage ob diese Aktien Blase platzt, stellt sich meiner Meinung nach nicht. Die Frage sollte vielmehr lauten: Wann platzt die Facebook Aktienblase!?

Mitgliederzahlen in sozialen Netzwerken - Purer Nonsense!

Fake Mitglieder Konten in Social Media Netzwerken.

Niemand muss einen Ausweis vorlegen, wenn sie oder er sich bei einem sozialen Netzwerk anmelden. Selten schert sich ein Social Media Netzwerk Betreiber darum, wie viele Nutzerkonten von einer natürliche Person oder einer Firma anlegt werden. Zuckerberg spricht nicht von aktiven oder verifizierten Nutzern. Glaubhafte Mitgliederzahlen in kostenfreien sozialen Netzwerken ohne Admin Kontrolle oder Identitäts-Check? Purer Nonsense!

Nutzergruppe Webmaster: Eine Armee von Trittbrettfahrer möchte ein wenig am Erfolg von Facebook teilhaben, User aus dem Netzwerk auf die eigenen Seiten locken. Millionen dieser als SEO bekannten Spezialisten weltweit besitzen mitunter mehr als hundert Profile pro Nase, um mit ihren Fake Accounts Besucher abstauben zu können oder Google positive Social Media Signale vorzugaukeln. Mit den Fake Profilen dieser Traffic und likes Jäger können FB Werbekunden keine Geschäfte machen.

Internet Betrüger: Beliebte interaktive Internetseiten sind auch bei den Gangstern im Internet äußerst beliebt. Heiratsschwindler und andere Betrüger bombardieren soziale Netzwerke mit gefälschten Nutzerprofilen und geklauten Identitäten. Wer kann mit diesen Gaunern Geld verdienen? Facebook ist quasi eine Dating Seite. Bei solch international agierenden Portalen sind - sofern ein Betreiber daran Interesse hat - bis zu 80 Prozent der User Anmeldungen eindeutig und zweifelsfrei als Fake identifizierbar.

Virtuelles Mobbing: Fake Accounts werden nicht nur aus kommerziellen oder kriminellen Gründen erstellt. Stichwort Mobbing - In der virtuellen Anonymität Frust ablassen, Freunde ärgern und Feinde mobben, ist zu einer beliebten Freizeitaktivität geworden. Allein zu diesen Zweck legen sich Millionen von Nutzern Konten mit falscher Identität an. Wie will Facebook mit solchen Spaßvögeln Geld verdienen?

Inaktive Profil-Leichen: Wer sein Facebook Konto löschen will, muss zunächst die Google Suche benutzen. Selbst dort ist keine Antwort von FB zu finden, sondern nur die von anderen Webseiten veröffentlichten Hinweise. Wird das Löschen von Accounts erschwert, steigt die Zahl der Profil-Leichen inaktiver Nutzer. Nicht jeder User macht sich die Mühe, über andere Informationsquellen den Weg zur Entsorgung eines nicht mehr benötigten FB Kontos zu ergründen.

Ich könnte die Liste weiterführen, breche aber an dieser Stelle ab. 900 Millionen Nutzer mal 112 Dollar pro Nase macht mal eben 100 Milliarden Dollar? Der Fisch stinkt vom Kopf her. Zehn Milliarden Dollar wäre realistischer gewesen. Die riesige Marketing Show von Zuckerberg erinnert mich mehr an Sekten wie Scientology und weniger an ein börsennotiertes Unternehmen. Hier geht es mehr um Glauben als um Fakten. Ich bin mir sicher, Zuckerberg und seine Eingeweihten wissen um den wahren Wert ihres globalen Netzwerkes. Niemand kann die Quantität und Qualität der Nutzer besser einschätzen, als der Inhaber eines Online Portals. Aber wer pinkelt sich selbst an das Bein, wenn die Börse mit Milliarden von grünen Scheinen winkt?
gesendet: Frank (05-12)